Wie Lesen zur Folter wird...

Hallöchen meine lieben Leser,

ja ihr habt richtig gesehen. Lesen kann durchaus auch zur Folter werden. Wie, das fragt ihr euch nun sicherlich? Und vor allem wie ich wohl dazu komme? Ganz einfach: Unsere heutigen Schullektüren sind meiner Meinung nach nicht unbedingt gut ausgewählt. Natürlich sollen diese einen Sinn haben und nicht einfach nur zum Lesevergnügen der Schüler ausgewählt sein. Aber ich finde heutzutage wird es immer wichtiger die Lesefreude zu vermitteln. Denn in unserer Gesellschaft nimmt das Elektronische immer mehr die Überhand. Das sieht man auch bei den Büchern. Immer mehr Leute haben inzwischen ein E-Reader oder lesen ihre Bücher auf dem Smartphone. Gedruckte Bücher oder im allgemeinen gedruckte Medien gehen statistisch gesehen immer mehr "den Bach runter". Eigentlich ist das doch traurig? Meiner Meinung nach schon. Deshalb sollte schon in der Schule damit angefangen werden die Freude am Lesen weiterzugeben. Mit Werken wie "Vor Sonnenaufgang" von Gerhart Hauptmann oder "Die Dunkle Seite des Mondes" von Martin Suter (beides Bücher die ich im Unterricht lesen muss/musste) wird dem nicht unbedingt geholfen. Natürlich geht es um Wirtschaftsanwälte und dergleichen, aber muss ich denn unbedingt ein Buch lesen, bei dem ein Mann auf Pilztrips geht und schließlich als "Drogenjunkie" im Wald lebt? Muss ich für mein späteres Leben Alt-Schlesisch verstehen können? Nein, nicht wirklich. Natürlich sind dies Werke bekannter Schriftsteller, aber mal ehrlich: Welchen Jugendlichen interessiert dies den heute? Ich kenne keinen. Und mich selber zähle ich genauso dazu, denn ich lese um Spaß daran zu haben und nicht weil der Schriftsteller berühmt ist. Mir ist wichtig was steckt hinter den Buchdeckeln. Aber was tut man nicht alles für die Schule? Ich sitze hier und quäle mich durch die Seiten, aber im Hinterkopf immer der Gedanke "Du könntest das Buch auch einfach weglegen und ein besseres lesen..." Ich bin ganz der Meinung, dass Werke wie "Biss zum Morgengrauen" von Stephenie Meyer nicht wirklich geeigneter wären. Aber es gibt dennoch genug Bücher auf der Welt, da wird sich sicherlich etwas besseres finden. 

Aber wer hört schon auf uns Schüler? ;)

Liebe Grüße
eure fairytale ♥

P.S.: Wie seht ihr die ganze Sache? Sind eure Schullektüren besser oder wünscht ihr euch manchmal auch andere Werke? Was für Bücher würdet ihr bevorzugen? Schreibts in die Kommentare... 

Kommentare:

  1. Also im Großen und Ganzen kann ich mich über meine Schullektüren nicht beklagen.

    5. Klasse: "Die Moorgeister" ->perfekt für das junge Alter und noch fantasievolle Kindergeschichten!

    6. Klasse: "und dann kan Joselle" -> gut, das hat mir damals schon nicht gefallen, aber auch immer Geschmackssache

    7. Klasse: "Sonst kommst du dran" -> Super Story, die auch noch einen ernsten Hintergrund hat!

    8. Klasse: "Löcher" -> unterhaltsam, witzig und dennoch mit Ernst verbunden, um etwas zu lernen

    9. Klasse: "Das Schiff Esperanza"; "Der Schimmelreiter"; "Kleider machen Leute" -> gut, klassische Literatur gefällt nicht jedem. Gerade die altdeutsche Sprache ist mein Ding,das man mögen muss und Vergnügen macht sie auch nicht wirklich.

    10.Klasse: "Kabale und Liebe" ->wieder ein klassisches Werk, das nicht jedem entspricht, dennoch ein Werk, das ich gerne gelesen habe.


    Sicherlich sollte nicht nur das Literarische im Vordergrund stehen, sondern auch der Spaß daran, dennoch gilt der Aspekt in der Schule eher weniger.

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    1. Da hattest du wohl großes Glück mit deinen Schullektüren, ich hatte immer sehr gewöhnungsbedürftige Bücher. Vor allem jetzt in den letzten zwei Jahren. ;)

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    2. Naja, die klassische Literatur ist natürlich auch nicht mein Favorit gewesen, aber da musste man dann auch einfach durch.:D

      Ich kann mir aber gut vorstellen, dass man Bücher anders wahrnimmt und auch bewertet,gerade dadurch, wenn man einen Blog führt.

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    3. Ja, das kann gut sein. Ich bin ja der klassischen Literatur auch nich unbedingt abgeneigt. Nur sollten die Bücher meiner Meinung nach einen anderen Inhalt haben, als verkorkste Anwälte und Sprachen die ausgestorben sind. :)

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  2. Ich finde eigentlich, dass du recht hast. Im Englischunterricht hatte ich teilweise modernere Bücher, aber im Deutschunterricht war es teilweise schrecklich. Natürlich muss man auch ein wenig die Klassiker kennen lernen, aber warum sind sie wertvoller als neuere Literatur? Ok, bei meinem Deutschlehrer war ein Problem wahrscheinlich, dass er sich mit neueren Sachen erstmal auseinander setzen müsste - eigenständig - und dazu hatte der garantiert keinen Bock.

    Ich fürchte aber auch, dass das hypen von Büchern mit Klassikerstatus bei (vermeintlich) Interlektuellen immer weiter gehen wird und sich der Lehrplan daher auf lange Sicht kaum ändern wird. Und das zu Unrecht, denn auch Fontane ist eigentlich nichts als banale Unterhaltungsliteratur, sogar ein wenig kitschig...

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    1. Natürlich, dass würde als Problem hinzukommen. Die Lehrer haben teilweise über Jahre hinweg den gleichen Unterrichtsstoff und müssten sich mit anderen Büchern neu auseinandersetzen. Allerdings ist das ihr Job und sollte deswegen nicht hindernd sein. :)

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    2. Sollte man denken, oder? Aber ich glaube einige der älteren würden das nicht mehr wollen. Und mein Lehrer war leider wirklich einer von der Sorte: "Ich bin Beamter, ich mach nicht mehr als nötig."
      Ich bin da irgendwie echt geschädigt. Der hatte 100 Ausreden, immer und zu allem...und selbst, wenn zu einem der Klassiker dann mal ein anderer Interpretationsansatz von einem Schüler kam, hat er doch echt den Satz gebracht: "Das weiß ich jetzt nicht, da muss ich mal in das Analysebuch schauen" - anstatt das mit uns zu diskutieren, musste er nachlesen, was andere dazu sagen. Null Eigenleistung bei dem Mann.

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    3. Oh ja das kenn ich! ;)
      Hatte auch so einen Lehrer in Deutsch. Nur das er wohl Gott war und nur seine Meinung zählte bei Interpretationen. xD

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  3. Bei mir ist die Schule schon ein wenig her, aber wir haben damals "Damals war es Friedrich.", gelesen. Ein Buch über einen Freundschaft zwischen einem deutschen und einem jüdischen Jungen.
    Heutzutage wollen die meisten Jugendlichen auch gar nicht mehr lesen und wenn sie dann hören, du liest, wirst du nur schief angesehen "Wie... du liest? Ich hock ja lieber vor der Playstation oder dem PC.", ~

    Wie Sarah schon sagte, denke ich auch, dass sich der Lehrplan kaum ändern wird.
    Was ich jetzt bei meinem Sohn allerdings toll fand, dass sie auch schon in der 3. Klasse angefangen haben, ein Buch zu lesen, gemeinsam mit der ganzen Klasse. Oskar, der Superdetektiv, das fanden sogar die Kinder selbst toll.

    LG Shou

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    1. Ja da hast du Recht! :)
      Ich habe auch so Erfahrungen gemacht. Als ich erzählt habe, dass ich auf die Frankfurter Buchmesse gehe, hat jemand nur gemeint "Du bist so dumm, du liest" und ich dachte mir "is klar" xD

      Liebe Grüße
      fairytale

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